de:pfc-100
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| de:pfc-100 [2024/08/08 07:22] – mb | de:pfc-100 [2026/04/14 16:45] (aktuell) – [Bedienung] mb | ||
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| Eine Gerätevariante dient zur Steuerung des Empfängers [[Icom]] [[IC-R70]], das Typenschild gibt an, für welchen Empfänger das Gerät gebaut ist. | Eine Gerätevariante dient zur Steuerung des Empfängers [[Icom]] [[IC-R70]], das Typenschild gibt an, für welchen Empfänger das Gerät gebaut ist. | ||
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| ===== Technische Daten ===== | ===== Technische Daten ===== | ||
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| ==== Zubehör ==== | ==== Zubehör ==== | ||
| * Datenbus - Verteilerplatine: | * Datenbus - Verteilerplatine: | ||
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| ===== Bedienung ===== | ===== Bedienung ===== | ||
| - | Der Frequenzkontroller PFC-100 wurde von der Schweizer Firma Poly Electronic entwickelt, um den Kurzwellenempfänger [[NRD-515]] zu steuern: Frequenzen können abgespeichert und aufgerufen werden, die 100 Speicherkanäle können alphanumerisch bezeichnet werden und der Kontroller kann mittels Schaltuhrfunktionen externe Geräte steuern. | + | Der **Frequenzkontroller PFC-100** wurde von der Schweizer Firma Poly Electronic entwickelt, um den Kurzwellenempfänger [[NRD-515]] zu steuern: Frequenzen können abgespeichert und aufgerufen werden, die 100 Speicherkanäle können alphanumerisch bezeichnet werden und der Kontroller kann mittels Schaltuhrfunktionen externe Geräte steuern. |
| Im Gerät arbeitet ein 8-Bit Mikroprozessor, | Im Gerät arbeitet ein 8-Bit Mikroprozessor, | ||
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| Das Gerät verfügt über zwei Tastenfelder links und rechts von der 2 x 16 Zeichen LCD-Anzeige. Nach dem Einschalten des Empfängers [[NRD-515]] meldet das Gerät die Softwareversion und führt einen Speichertest durch. Wenn die 3V - Speicherbatterie die Inhalte erhalten hat, wird die letzte Einstellung angezeigt, wenn die Batterie erschöpft ist, wird ein Speicherorganisationsfehler gemeldet und das Gerät muss einen Reset erfahren (siehe unten). | Das Gerät verfügt über zwei Tastenfelder links und rechts von der 2 x 16 Zeichen LCD-Anzeige. Nach dem Einschalten des Empfängers [[NRD-515]] meldet das Gerät die Softwareversion und führt einen Speichertest durch. Wenn die 3V - Speicherbatterie die Inhalte erhalten hat, wird die letzte Einstellung angezeigt, wenn die Batterie erschöpft ist, wird ein Speicherorganisationsfehler gemeldet und das Gerät muss einen Reset erfahren (siehe unten). | ||
| - | Zum gleichzeitigen Anschluss von PFC-100 und der zum NRD-515 gehörigen Memory Unit muss eine spezielle Datenbus - Verteilerplatine montiert werden, die den Anschluss von zwei Speichergeräten erlaubt. | + | Zum gleichzeitigen Anschluss von PFC-100 und der zum NRD-515 gehörigen Memory Unit muss eine spezielle |
| - | Nur bei Steuerung des NRD-515 kann der Pocom PFC-100 Kontroller die Betriebsarten und Zusatzfunktionen steuern - eine entsprechende Zusatzplatine für die Betriebsartensteuerung muss dafür im Empfänger installiert sein. Zur Hochform läuft die Kombination NRD-515 / PFC-100 also nur auf, wenn die Zusatzplatine installiert ist, mit einem beliebigen Empfänger verwendet, steuert der PCF-100 wie beim Anschluss eines IC-R70 nur die Frequenz. Wenn der Empfänger mit der Zusatzplatine ausgerüstet ist, kann der PFC-100 die Betriebsarten CW, AM, USB, LSB, RTTY und die vier verfügbaren [[ZF-Filter]] sowie [[AGC]]- und Abschwächer-Setting im Empfänger ansteuern und auch die aktuelle Einstellung des Empfängers in seinen Speicher übernehmen, | + | Nur bei Steuerung des NRD-515 kann der Pocom PFC-100 Kontroller die Betriebsarten und Zusatzfunktionen steuern - eine entsprechende |
| Nach dem Einschalten erscheint auf dem Display *POCOM PFC-100 Version 1.1* und darunter der Empfänger, für den die Steuerung ausgelegt ist, auch aus dem Typenschild geht hervor, dass die Version für den NRD-515 auf dem Tisch steht. Es erfolgen ein Test der Datenkommunikation und der Speicher. | Nach dem Einschalten erscheint auf dem Display *POCOM PFC-100 Version 1.1* und darunter der Empfänger, für den die Steuerung ausgelegt ist, auch aus dem Typenschild geht hervor, dass die Version für den NRD-515 auf dem Tisch steht. Es erfolgen ein Test der Datenkommunikation und der Speicher. | ||
| - | Im Modus SEARCH können direkt Frequenzen aufgerufen werden: Mit der Funktion SEARCH können im DIRECT Mode (Anzeige DIR) Frequenzen in MHz oder kHz über die Zahlentastatur eingegeben werden. Mit den Pfeiltasten kann die Frequenz mit voreingestellter Schrittweite nach oben und unten verstellt werden, voreingestellt sind 100 Hz. So wird mit Tastendruck SEARCH 6 MHZ die Frequenz von 6'000 kHz aufgerufen, mit der UP-Taste springt die Frequenz auf 6' | + | {{ : |
| + | Im Modus SEARCH können direkt Frequenzen aufgerufen werden: Mit der Funktion SEARCH können im **DIRECT Mode** (Anzeige DIR) Frequenzen in MHz oder kHz über die Zahlentastatur eingegeben werden. Mit den Pfeiltasten kann die Frequenz mit voreingestellter Schrittweite nach oben und unten verstellt werden, voreingestellt sind 100 Hz. So wird mit Tastendruck SEARCH 6 MHZ die Frequenz von 6'000 kHz aufgerufen, mit der UP-Taste springt die Frequenz auf 6' | ||
| Mit STEP 9 kHz kann die Schrittweite beim Druck auf UP oder DOWN beispielsweise auf das 9 kHz-Kanalraster auf Mittelwelle verändert werden. | Mit STEP 9 kHz kann die Schrittweite beim Druck auf UP oder DOWN beispielsweise auf das 9 kHz-Kanalraster auf Mittelwelle verändert werden. | ||
| Es kann ein automatischer Suchlauf gestartet werden, indem die Grenzen des zu scannenden Bereichs mit LIMIT ... KHZ (unten) und ... KHZ (obere Eckfrequenz vorgegeben werden, mit STEP kann die Schrittweite und mit RECALL 3 5 die Verweilzeit voreingestellt werden und der Suchlauf mit START resp. STOP gestartet und beendet werden. | Es kann ein automatischer Suchlauf gestartet werden, indem die Grenzen des zu scannenden Bereichs mit LIMIT ... KHZ (unten) und ... KHZ (obere Eckfrequenz vorgegeben werden, mit STEP kann die Schrittweite und mit RECALL 3 5 die Verweilzeit voreingestellt werden und der Suchlauf mit START resp. STOP gestartet und beendet werden. | ||
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| + | Der PFC-100 kann Frequenzen und mit installierter Platine zur Betriebsartensteuerung auch Betriebsart, | ||
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| + | Kernstück des PFC-100 ist ein Frequenzspeicher mit hundert Speicherkanälen 00 - 99 in zehn Bänken 0 - 9 organisiert. In sämtlichen Kanälen können die Betriebsparameter gespeichert und an den Empfänger übergeben werden, wenn die entsprechende Platine im NRD-515 installiert ist. Die Speicherkanäle können alle mit 16 alphanumerischen Zeichen beschriftet werden, mit der TEXT Funktion werden die Buchstaben eingegeben, die Tasten sind mit jeweils 3 Buchstaben belegt, durch die man in der Art von alten Mobiltelephonen durchscrollen kann. | ||
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| + | Im MEMORY-Betrieb kann ein Suchlauf mit der Taste START gestartet werden, STOP beendet das Durchsuchen der Kanäle. Verweilzeit auf einem Kanal und Ausblenden von Speicherbänken oder Einzelfrequenzen können programmiert werden, ebenfalls können die Speicherinhalte blockiert und so vor Veränderungen geschützt werden. | ||
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| + | Mit der Taste STANDBY wird der Empfänger vom PFC-100 abgekoppelt und arbeitet nun wie gewohnt und vom Kontroller völlig unabhängig. | ||
| Mit dem TIMER - Modus können neun Timer für beliebige Zeiten und Daten im Monat gesetzt werden, jedem Speicherplatz kann einer von sechs Schaltausgängen zugeordnet werden - somit können verschiedene Frequenzen regelmässig abgehört und zur Zeit der Aussendung unterschiedliche Aufnahmegeräte angesteuert werden. Die Schaltausgänge werden über eine DIN-Buchse ausgeführt, | Mit dem TIMER - Modus können neun Timer für beliebige Zeiten und Daten im Monat gesetzt werden, jedem Speicherplatz kann einer von sechs Schaltausgängen zugeordnet werden - somit können verschiedene Frequenzen regelmässig abgehört und zur Zeit der Aussendung unterschiedliche Aufnahmegeräte angesteuert werden. Die Schaltausgänge werden über eine DIN-Buchse ausgeführt, | ||
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| + | Über weitere Steuerung - Möglichkeiten informiert die Bedienungsanleitung, | ||
| Dadurch, dass die Kontroller-Software auf den beiden 2764-EPROMs abgespeichert ist, plante Pocom die einfache Erweiterung der Möglichkeiten des Kontrollers und Anpassung auf Kundenwünsche, | Dadurch, dass die Kontroller-Software auf den beiden 2764-EPROMs abgespeichert ist, plante Pocom die einfache Erweiterung der Möglichkeiten des Kontrollers und Anpassung auf Kundenwünsche, | ||
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| ===== Technisches Prinzip ===== | ===== Technisches Prinzip ===== | ||
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| ===== Technische Unterlagen ===== | ===== Technische Unterlagen ===== | ||
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| ==== Speicherbatteriewechsel ==== | ==== Speicherbatteriewechsel ==== | ||
| + | Die Speicherinhalte werden durch eine Lithiumbatterie erhalten, diese hat eine Lebensdauer von 3 - 5 Jahren und "ein regelmässiger Batteriewechsel ist nicht notwendig" | ||
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| + | Dies wird sichtbar, wenn der Kontroller beim Einschalten " | ||
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| + | Die Speicherbatterie ist eine **Lithiumbatterie** Typ Tadiran TL-2100-T, Grösse UM-3, 14.7 x 51 mm mit einer Nominalspannung von 3.4 V und einer Leerlaufspannung von 3.7 V, 1800 mAh mit Lötfahnen. | ||
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| + | Ein Batteriewechsel wurde empfohlen beim Absinken der Batteriespannung unter 3.3 V, dies zum Erhalt der Speicherinhalte bei eingeschaltetem Gerät und mit netzgetrenntem Lötkolben, um Kurzschlüsse durch Erdverbindungen zu verhindern. | ||
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| + | Bei den Geräten in Sammlerhänden dürfte letzteres weniger von Bedeutung sein, da dem Erhalt der Speicherinhalte weniger Bedeutung beikommt und vor allem die Speicherinhalte infolge Batterieerschöpfung schon jahrelang verloren sein dürften. | ||
| + | Wichtig ist, dass nach Batteriewechsel (wenn er nicht bei einer Batterie mit Restfunktion unter Spannung durchgeführt wird), der PFC-100 neu initialisiert werden muss, sonst zeigt er nur einen " | ||
| + | Die **Initialisierungssequenz** ist RECALL 43 gefolgt vom Code 4915, der sehr schnell eingegeben werden muss, | ||
| ==== Entwicklung ==== | ==== Entwicklung ==== | ||
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| ==== Weitere Informationen ==== | ==== Weitere Informationen ==== | ||
| - | * [[ |auf der Website von www.radiomuseum.org]] | + | * [[https:// |
de/pfc-100.1723094547.txt.gz · Zuletzt geändert: von mb
