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Digitale Frequenzanzeige

Um Empfangsfrequenzen mit grosser Genauigkeit einstellen zu können, die Frequenz eines unbekannten Signals bestimmen oder eine Station auf einer gemäss Sendeplan bekannten Frequenz aufsuchen zu können, ist eine Frequenzanzeige eine enorme Hilfe.

Technisch gibt es zwei Ansätze:

  • Frequenzzähler: mit einer Zählerlogik wird die Frequenz eines Signals durch Zählung bestimmt. Meist wird die Frequenz der Zwischenfrequenz ausgeekoppelt, dem Zähler zugeführt und durch Abzug der ZF die Arbeitsfrequenz bestimmt und angezeigt. Die Genauigkeit liegt bei 1 - 5 kHz, die Frequenzstabilität wird durch den oft nicht sehr frequenzstabilen Empfänger ausgemacht.
  • PLL-Synthese mit Frequenzanzeige: mit der Entwicklung der PLL-Syntheseschaltung (Phase Locked Loop) wurde es möglich, die Frequenzinformation von der Frequenzaufbereitung des Empfängeroszillators direkt auf einem Display anzuzeigen. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der Syntheseschaltung ab, teils werden Frequenzen mit einer Genauigkeit von 1 Hz angezeigt.

Zur Anzeige kommen verschiedene Technologien zum Einsatz

  • Nixieröhren: die Frequenz wird auf Nixieröhren angezeigt, in denen Leuchtfäden für alle Ziffern von 0 - 9 direkt angesteuert werden, meist orange-gelblich leuchtend, hoher Energiebedarf, die Nixieröhren verschleissen. Diese Technologie findet sich in kommerziellenm Empfängern der Siebzigerjahre.
  • Fluoreszenzanzeige: die Frequenz wird auf Fluoreszenzröhren angezeigt, blau - grünlich leuchtend, hoher Energiebedarf, relativ gute Ablesemöglichkeit.
  • LED-Anzeige: die Frequenzen werden mit LED-Siebensegmentanzeigen dargestellt, teils gibt es auch alphanumerische Informationen zur Betriebsart oder Filterwahl. Die roten oder gelegentlich gelben oder grünen Zahlen können schwer ablesbar sein, wenn Licht aufs Display fällt.
  • LCD-Anzeige: Flüssigkeitskristallanzeigen, teils als Siebensegment-Zahlenanzeigen, teils in Form von Sondersymbolen (schmales <> weites ZF-Filter, etc.), teils in Form von Punktmatrixanzeigen, sind universell verwendbar und kommen in den Empfängern der letzten Generation meistens zum Einsatz. LCD-Displays benötigen wenig Energie, sind aber nicht selbstleuchtend, sondern benötigen meist eine Hintergrundbeleuchtung oder einen reflektierenden Hintergrund, was den minimalen Energiebedarf etwas in die Höhe treibt.
  • Punktmatrixdisplay, beispielsweise TFT-Display: die Anzeigetechnologie der modernen Smartphones erlaubt mehrfarbige Darstellungen von Frequenz, Betriebsart, Bandbelegung (Wassserfalldisplay) und sogar die Darstellung von Fernsehbildern; zum Einsatz kommt sie u.a. bei semiprofessionellen Empfängern der letzten Generation.
de/digitalanzeige.txt · Zuletzt geändert: 2018/07/05 08:14 von mboesch