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de:hro

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de:hro [2018/09/03 22:18]
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de:hro [2018/10/02 22:19] (aktuell)
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 Für die Bedürfnisse des amerikanischen Flugfunks entwickelte National unter der Leitung von James Millen 1934 einen Allwellenempfänger,​ der mit seinen Eigenschaften den Markt der kommerziellen Funkempfänger völlig unwälzte. Für die Bedürfnisse des amerikanischen Flugfunks entwickelte National unter der Leitung von James Millen 1934 einen Allwellenempfänger,​ der mit seinen Eigenschaften den Markt der kommerziellen Funkempfänger völlig unwälzte.
  
 +{{:​images:​national-hro.jpg?​600|National HRO (Var. 4)}}
 ===== Technische Daten ===== ===== Technische Daten =====
   * [[Prinzip]]:​ [[Einfachsuperhet]],​ [[ZF]] 456 kHz   * [[Prinzip]]:​ [[Einfachsuperhet]],​ [[ZF]] 456 kHz
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 ==== Stromversorgung ==== ==== Stromversorgung ====
-  * [[Netzbetrieb]]: ​110, 220 +  * [[Netzbetrieb]]: ​115 mit Netzspeisegerät 697 
-  * [[Akku / Batteriebetrieb]]: ​4 x 1,([[UM-2]])1 x 1,5 V ([[UM-3]]für Quarzuhr+  * [[Akku / Batteriebetrieb]]: ​6,Heizspannung400 Anodenspannung ​(B+)
  
 ==== Dimensionen ==== ==== Dimensionen ====
-  *  mm, Gewicht kg+  *  ​438 x 223 x 300 mm, Gewicht ​14,5 kg
  
 ==== Zubehör ==== ==== Zubehör ====
  
 ---- ----
 +{{:​images:​national-hro-var4-front.jpg?​600|National HRO (Var. 4)}}
 ===== Bedienung ===== ===== Bedienung =====
 Der HRO bestach durch das Konzept mit dem hochpräzisen Vierfachdrehkondensator PW-4 und dem “Micrometer Dial”, der Einstellskala mit der 500er Skala, in der die Zahlenanzeige in kleinen Fensterchen im Abstimmknopf beim Durchstimmen langsam mitwanderte. Der Umstand, dass es sich lediglich um eine lineare Logskala handelte - die Werte müssen mit einer Logtabelle auf die Empfangsfrequenz übertragen werden, minderte den Wert nur wenig, die Wiederkehrgenauigkeit des HRO war zu jener Zeit besser, als alles bisher dagewesene. Der HRO bestach durch das Konzept mit dem hochpräzisen Vierfachdrehkondensator PW-4 und dem “Micrometer Dial”, der Einstellskala mit der 500er Skala, in der die Zahlenanzeige in kleinen Fensterchen im Abstimmknopf beim Durchstimmen langsam mitwanderte. Der Umstand, dass es sich lediglich um eine lineare Logskala handelte - die Werte müssen mit einer Logtabelle auf die Empfangsfrequenz übertragen werden, minderte den Wert nur wenig, die Wiederkehrgenauigkeit des HRO war zu jener Zeit besser, als alles bisher dagewesene.
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 Die **Frontplatte** ist bei dem frühen Allwellenempfänger noch nicht so klar strukturiert,​ wie bei moderneren Geräten: in der Mitte der Frontplatte findet sich der grosse Abstimmknopf mit dem “Micrometer Dial”, die angezeigten Zahlen entsprechen Logskala-Werten. Die entsprechende Frequenz wird auf der Frequenzeichkurve auf dem unterhalb des Abstimmknopfes eingeschobenen Spulensatz abgelesen. Die **Frontplatte** ist bei dem frühen Allwellenempfänger noch nicht so klar strukturiert,​ wie bei moderneren Geräten: in der Mitte der Frontplatte findet sich der grosse Abstimmknopf mit dem “Micrometer Dial”, die angezeigten Zahlen entsprechen Logskala-Werten. Die entsprechende Frequenz wird auf der Frequenzeichkurve auf dem unterhalb des Abstimmknopfes eingeschobenen Spulensatz abgelesen.
  
-Manche Spulensätze verfügen über zwei Eichkurven für den gesamten Bereich und den gespreizten Amateurfunkbereich,​ die anderen für die kommerziellen Geräte sind nur mit einer Eichkurve und mit einer Tabelle zum Eintragen der fixen Arbeitsfrequenzen versehen.+{{ :​images:​national-hro-var4-coil-sets.jpg?​400|Nationa HRO (Var. 4)}} Manche Spulensätze verfügen über zwei Eichkurven für den gesamten Bereich und den gespreizten Amateurfunkbereich,​ die anderen für die kommerziellen Geräte sind nur mit einer Eichkurve und mit einer Tabelle zum Eintragen der fixen Arbeitsfrequenzen versehen.
  
 Zu Rechten dient der oberste Drehregler, der in früheren Versionen nur als schwarzer länglicher Knopf mit einem Pfeil ausgeführt ist, zur Regulation der Bandbreite des Quarzfilters;​ der Drehregler darunter schaltet das Quarzfilter ein und dient zum Ausblenden von Störsignalen (Phasing). Der Schalter darunter dient zum Abschalten der Anodenspannung (B+), wenn das Gerät mit geheizten Röhren Standby betrieben wird und - vor allem ! - zum Wechsel der Spulensätze. Zuunterst findet sich der Regler für die Hochfrequenzverstärkung,​ für den RF (radio frequency) gain. Zu Rechten dient der oberste Drehregler, der in früheren Versionen nur als schwarzer länglicher Knopf mit einem Pfeil ausgeführt ist, zur Regulation der Bandbreite des Quarzfilters;​ der Drehregler darunter schaltet das Quarzfilter ein und dient zum Ausblenden von Störsignalen (Phasing). Der Schalter darunter dient zum Abschalten der Anodenspannung (B+), wenn das Gerät mit geheizten Röhren Standby betrieben wird und - vor allem ! - zum Wechsel der Spulensätze. Zuunterst findet sich der Regler für die Hochfrequenzverstärkung,​ für den RF (radio frequency) gain.
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 ===== Technisches Prinzip ===== ===== Technisches Prinzip =====
-Technisch handelt es sich beim HRO um einen Supherhet mit zwei HF-Vorstufen:​ Das Antennensignal wird nach einem ersten abgestimmten Kreis der ersten HF-Verstärkerstufe ([[6D6]], später im HRO-5 [[6K7]]) und nach Durchlaufen eines zweiten abgestimmten Kreises der zweiten HF-Verstärkerstufe ([[6D6]], später [[6K7]]) zugeführt. Nach Mischung mit einem Oszillatorsignal ([[6C6]], später [[6J7]]) in der Mischstufe ([[6C6]], später [[6J7]]) entsteht die Zwischenfrequenz von 456 kHz. Dieses Schaltkonzept mit den abgestimmten HF-Vorstufen konnte im HRO erstmals dank dem Vierfach- Drehkondensator und den Spulensätzen realisiert werden.+{{:​images:​national-hro-block.jpg?​400 |Blockschaltbild HRO}} Technisch handelt es sich beim HRO um einen Supherhet mit zwei HF-Vorstufen:​ Das Antennensignal wird nach einem ersten abgestimmten Kreis der ersten HF-Verstärkerstufe ([[6D6]], später im HRO-5 [[6K7]]) und nach Durchlaufen eines zweiten abgestimmten Kreises der zweiten HF-Verstärkerstufe ([[6D6]], später [[6K7]]) zugeführt. Nach Mischung mit einem Oszillatorsignal ([[6C6]], später [[6J7]]) in der Mischstufe ([[6C6]], später [[6J7]]) entsteht die Zwischenfrequenz von 456 kHz. Dieses Schaltkonzept mit den abgestimmten HF-Vorstufen konnte im HRO erstmals dank dem Vierfach- Drehkondensator und den Spulensätzen realisiert werden.
  
 Die Zwischenfrequenz passiert nun das Lamb- resp. Quarzfilter,​ hier kann die Bandbreite geregelt und mittels Phasing bereits ein Störsignal unterdrückt werden, bevor das ZF-Signal in zwei ZF-Stufen ([[6D6]], später [[6K7]]; nochmals [[6D6]] resp. [[6K7]]) verstärkt und der [[6B7]] (später [[6SQ7]]) als kombinierte Demodulatorröhre und NF- Vorstufe zugeführt wird. Zum A1 / CW-Empfang wird hier das Signal des Beat Frequency Oscillators ([[6C6]] resp. [[6J7]]) eingespiesen. Die Niederfrequenz reicht nach der NF-Vorstufe zum Kopfhörerempfang aus, in der folgenden NF-Endstufe ([[42]], später [[6V6GT]]) wird eine zum Lautsprecherbetrieb ausreichende Leistung erreicht. Die Zwischenfrequenz passiert nun das Lamb- resp. Quarzfilter,​ hier kann die Bandbreite geregelt und mittels Phasing bereits ein Störsignal unterdrückt werden, bevor das ZF-Signal in zwei ZF-Stufen ([[6D6]], später [[6K7]]; nochmals [[6D6]] resp. [[6K7]]) verstärkt und der [[6B7]] (später [[6SQ7]]) als kombinierte Demodulatorröhre und NF- Vorstufe zugeführt wird. Zum A1 / CW-Empfang wird hier das Signal des Beat Frequency Oscillators ([[6C6]] resp. [[6J7]]) eingespiesen. Die Niederfrequenz reicht nach der NF-Vorstufe zum Kopfhörerempfang aus, in der folgenden NF-Endstufe ([[42]], später [[6V6GT]]) wird eine zum Lautsprecherbetrieb ausreichende Leistung erreicht.
de/hro.1536005898.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/09/03 22:18 von mb