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Signal Generator LSG-17
Hergestellt von Leader, Leader Electronics Co. oder Ohmatsu Denki Co., Tokyo.
Der Leader LSG-17 Signalgenerator ist ein einfacher netzbetriebener portabler HF-Generator, der ungemein praktisch zum Testen vvon Empfängern eingesetzt werden kann.
Technische Daten
- Frequenzbereich: LW - UKW (100 kHz - 150 MHz)
- Frequenzanzeige: Analogskala
- Ausstattung: Quarzbetrieb
- Ausgangsleistung: 100 mV
Stromversorgung
- Netzbetrieb: 110, 115 - 120, 220 - 240 V
Dimensionen
- 150 x 238 x 80 mm, Gewicht 2.5 kg
Zubehör
Bedienung
Das Gerät wird vom Wechselstromnetz betrieben, die korrekte Netzspannung wird im Innern des Gerätes eingestellt. Mit dem Hauptschalter POWER in der linken unteren Frontplattenecke wird der LSG-17 eingeschaltet. Die HF-Spannung steht an zwei Bananenbuchsen in der rechten unteren Geräteecke bereit (rot markiert die „heisse“ Buchse), mit dem Schalter darüber wird die Ausgangsleistung in den Stufen LOW (10 % des Output) und HIGH und mit dem Regler stufenlos eingestellt.
Das Signal kann moduliert werden: EXT MOD zur externen Modulation, wenn kein HF-Signal aus dem Bereich 50 Hz bis 20 kHz an den beiden Buchsen rechterhand angeschlossen wird, wird das Signal unmoduliert zur Verfügung gestellt. In der Position INT MOD wird das Signal mit einem 1000 Hz Pfeifton amplitudenmoduliert, das 1000 Hz Signal kann auch zur Testung von NF-Stufen an den Buchsen abgegriffen werden. In der Position XTAL OSC kann ein Quarz im FT-243 Format im Bereich 1 - 15 MHz angeschlossen werden. Das Signal eines Schwingquarzes wird in der Stellung XTAL OSC zum Schwingen angeregt und auf den LOW Anschluss des Output-Schalters gegeben, dafür soll der Bereichsschalter auf 150 MHz und der FINE-Regler auf Minimum stehen. Mit einem 10,7 MHz Quarz kann eine Kontrolle der ZF-Stufen eines UKW-Empfängers durchgeführt werden, mit einem 1 MHz Quarz können die Signale auch auf den Harmonischen im 1 KHz-Abstand aufgenommen werden
Die Bereichswahl geschieht mit dem Schalter FREQ RANGE, die Buchstabenbezeichnungen und Grenzen der Bandbereiche sind beim Schalter und auf der Skala bezeichnet. Mit dem grossen Drehknopf wird die gewünschte Arbeitsfrequenz eingestellt, die Skala ist vor allem in den höheren Frequenzen recht grob und soll ± 1,5 % erreichen.
Die Bandbereiche reichen von Langwelle bis in den VHF Bereich (A: 100 - 300 kHz; B: 300 - 1000 kHz; C: 1 - 3,5 MHz; D: 3 - 11 MHz; E 10 - 35 MHz und F: 32 - 150 MHz), der letzte Bereich kann dank Abstrahlung von doppelten und dreifachen Oberwellen bis 450 MHz eingesetzt werden. Die typischen ZF von 455 kHz und 10,7 MHz sind auf der Skala mit kleinen schwarzen Dreiecken markiert.
Das Signal kann mit einem Serie-Widerstand von 50 - 100 Ohm in Serie an den Empfängereingang gegeben oder mit ein paar Windungen Draht an einer Stabantenne angekoppelt werden. Bei der Untersuchung von HF- und ZF-Verstärkerstufen wird eine Ankopplung über einen 1 - 5 pF Kondensator empfohlen. Messpunkte mit hohen Gleichspannungen dürfen nur über einen Blocking Capacitor angeschlossen werden.
Ausgesprochen praktisch ist der Einsatz zum Test eines Empfängers resp. einer Empfangsschaltung: meist reicht es, das Kabel von der roten Ausgangsbuchse in einigen Windungen lose um den Stabantennenfuss oder ein unabgeschirmtes Kabel zum Antennenleiter zu wickeln, die Einkopplung des Signals reicht in der Regel damit völlig aus.
Nun kann mit eingeschalteter INT MOD, Ausgangsschalter in Position LOW und halb aufgedrehtem Ausgangspegel die Skala rasch durchgedreht werden. Bei einem funktionierenden Empfänger wird sofort der 1000 Hz Pfeifton hörbar, inner weniger Minuten können sämtliche Bänder rasch auf Funktion und Kontaktstörungen durchgetestet werden, viel schneller, als dies mit einem kalibrierten Messsender möglich ist. Die Frequenzskala des LSG-17 ist rudimentär, bei Bedarf kann man allerding problemlos rasch mit einem digitalen Frequenzzähler eine eingestellte Frequenz überprüfen.
Technisches Prinzip
Im HF-Oszillator kommt das IC102 als Colpitts Oszillator zum Einsatz, zur Amplitudenmodulation mit einem 1 kHz Signal kommt IC101 als Oszillator und Modulator zum Einsatz. Die Gleichspannung von 20 V vom Transformator, deren Anliegen die Power-LED anzeigt, wird zur Versorgung der beiden IC stabilisiert.
Bestückung
Das Gerät ist halbleiterbestückt.
Um zum Chassis Zugang zu haben werden drei Schrauben entfernt: vorn in der Mitte an der Geräte-Ober- und Unterseite und hinten an der Kante zwischen Netzeingang und Gehäuse. Dann kann das Chassis aus dem Gehäuse gezogen werden, es empfiehlt sich eine Kontakteinigung an den Umschaltkontakten des Bandschalters, dem Ausgangsstufenschalter HIGH und LOW und dem FINE Poti.
Technische Unterlagen
Das Manual mit dem Schaltschema des Leader LSG-17 kann einfach im Internet gefunden werden.



