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de:satellit_600

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de:satellit_600 [2018/07/19 20:56]
mb [Stromversorgung]
de:satellit_600 [2019/01/15 07:29]
mb [Bedienung]
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 Hochfrequenzmässig erfolgt die PLL-Frequenzaufbereitung durch einen Mikroprozessor kontrolliert,​ digital, die Frequenz kann über eine Zehnertastatur oder mit dem Abstimmknopf mit elektronischem Schwungradeffekt und somit bei schneller Drehung grösseren Schrittweiten eingegeben oder - allerdings nur im entsprechenden Bandbereich - aus einem von 32 Kurzwellen- Speicherplätzen abgerufen werden. Hochfrequenzmässig erfolgt die PLL-Frequenzaufbereitung durch einen Mikroprozessor kontrolliert,​ digital, die Frequenz kann über eine Zehnertastatur oder mit dem Abstimmknopf mit elektronischem Schwungradeffekt und somit bei schneller Drehung grösseren Schrittweiten eingegeben oder - allerdings nur im entsprechenden Bandbereich - aus einem von 32 Kurzwellen- Speicherplätzen abgerufen werden.
  
-Manuell oder automatisch wird ein Variometer-Preselektor auf Durchlass der gewünschten Frequenz eingestellt,​ beim Automatikbetrieb fährt ein Motor über eine Antriebsschnur den Preselektor in die vorprogrammiert Stellung, wie von Geisterhand bewegt sich dabei begleitet von einem leisen Sirren der Zeiger auf der Preselektorskala an die richtige Stelle. Im LW und MW-Bereich trifft die Automatik das Mximum zuverlässig,​ auf der Kurzwelle kann das Signal durch minimes Nachstellen des Preselektors von Hand oft noch maximiert werden. Im ersten Mischer wird auf die erste ZF von 54,5 MHZ umgesetzt, dank der hochliegenden ZF und dem Preselektor ist der Satellit 600 übersteuerungsfest und resistent gegenüber Intermodulationen,​ die zum Auftreten von Geisterstationen führen. Nach einem zweistufigen Quartzfilter wird im nächsten Mischer die zweite Zwischenfrequenz von 460 kHz generiert, danach werden die zwei verschieden breiten ZF-Filter in den Signalweg geschaltet. Auch der Satellit 600 verfügt hochfrequenzmässig nur über zwei Bandbreiten,​ in Stellung schmal wird der NF-Frequenzgang zusätzlich beschnitten,​ im Stellung breit eliminiert ein 5 kHz-NF-Filter das lästige Pfeifen, das beim Empfang von zwei im 5 kHz-Raster auseinanderliegenden Kurzwellenstationen auftritt. In Stellung superweit wird das gleiche nicht eben steilflankige ZF-Filter eingesetzt, der NF-Frequenzgang wird hier zudem nicht beschnitten,​ diese Stellung eignet sich zum Empfang ungestörter starker Kurzwellensender und lokaler Mittelwellenstationen. Zum SSB-Empfang wird ein Hilfsträger von 459 resp. 461 kHz zugemischt. Nach der Demodulation wird das Signal der mit 10 W Sinus / 15 W Musikleistung traditionell grosszügig dimensionierten NF-Stufe übergeben, das Doppellaut- sprechersystem ​trägt das seine dazu bei, den Empfang starker Stationen mit dem Grundig Satellit 600 fast zum Ohrenschmaus werden zu lassen. Die integrierte Quartzuhr zeigt nicht nur die aktuelle Zeit und das Datum an, sondern ermöglicht mit Timerfunktion und einem Steuerkabel auch nicht überwachte timerkontrollierte Tonbandaufnahmen zu nachtschlafener Zeit.+Manuell oder automatisch wird ein Variometer-Preselektor auf Durchlass der gewünschten Frequenz eingestellt,​ beim Automatikbetrieb fährt ein Motor über eine Antriebsschnur den Preselektor in die vorprogrammiert Stellung, wie von Geisterhand bewegt sich dabei begleitet von einem leisen Sirren der Zeiger auf der Preselektorskala an die richtige Stelle. Im LW und MW-Bereich trifft die Automatik das Mximum zuverlässig,​ auf der Kurzwelle kann das Signal durch minimes Nachstellen des Preselektors von Hand oft noch maximiert werden. Im ersten Mischer wird auf die erste ZF von 54,5 MHZ umgesetzt, dank der hochliegenden ZF und dem Preselektor ist der Satellit 600 übersteuerungsfest und resistent gegenüber Intermodulationen,​ die zum Auftreten von Geisterstationen führen. Nach einem zweistufigen Quartzfilter wird im nächsten Mischer die zweite Zwischenfrequenz von 460 kHz generiert, danach werden die zwei verschieden breiten ZF-Filter in den Signalweg geschaltet. Auch der Satellit 600 verfügt hochfrequenzmässig nur über zwei Bandbreiten,​ in Stellung schmal wird der NF-Frequenzgang zusätzlich beschnitten,​ im Stellung breit eliminiert ein 5 kHz-NF-Filter das lästige Pfeifen, das beim Empfang von zwei im 5 kHz-Raster auseinanderliegenden Kurzwellenstationen auftritt. In Stellung superweit wird das gleiche nicht eben steilflankige ZF-Filter eingesetzt, der NF-Frequenzgang wird hier zudem nicht beschnitten,​ diese Stellung eignet sich zum Empfang ungestörter starker Kurzwellensender und lokaler Mittelwellenstationen. Zum SSB-Empfang wird ein Hilfsträger von 459 resp. 461 kHz zugemischt. Nach der Demodulation wird das Signal der mit 10 W Sinus / 15 W Musikleistung traditionell grosszügig dimensionierten NF-Stufe übergeben, das Doppellautsprechersystem ​trägt das seine dazu bei, den Empfang starker Stationen mit dem Grundig Satellit 600 fast zum Ohrenschmaus werden zu lassen. Die integrierte Quartzuhr zeigt nicht nur die aktuelle Zeit und das Datum an, sondern ermöglicht mit Timerfunktion und einem Steuerkabel auch nicht überwachte timerkontrollierte Tonbandaufnahmen zu nachtschlafener Zeit.
  
 Empfangmässig kann der Grundig Satellit 600 im vorderen Mittelfeld mit Stationsempfängern im gleichen Preissegment mithalten, wegen der Ausmasse erscheint er als Reiseempfänger ungeeignet. Internationale Kurzwellendienste lassen sich in guter Qualität aufnehmen. Zum DX kann nur das schmale ZF-Filter eingesetzt werden, damit und mit der BFO-SSB-Empfangslösung lässt sich der Satellit 600 nur beschränkt für den Amateurfunk- und Funkdienstempfang empfehlen. Für den Programmhörer und zum Einstieg ins schwierigere DX ist der letzte grosse Grundig als Gebrauchtgerät sicher eine gute Option. Ein Verdienst dieses Empfängers ist es, aufzuzeigen,​ dass auch der Kurzwellenempfang bei einigermassen ungestörter Empfangssituation einmal zum (Hör-) Genuss werden kann. Empfangmässig kann der Grundig Satellit 600 im vorderen Mittelfeld mit Stationsempfängern im gleichen Preissegment mithalten, wegen der Ausmasse erscheint er als Reiseempfänger ungeeignet. Internationale Kurzwellendienste lassen sich in guter Qualität aufnehmen. Zum DX kann nur das schmale ZF-Filter eingesetzt werden, damit und mit der BFO-SSB-Empfangslösung lässt sich der Satellit 600 nur beschränkt für den Amateurfunk- und Funkdienstempfang empfehlen. Für den Programmhörer und zum Einstieg ins schwierigere DX ist der letzte grosse Grundig als Gebrauchtgerät sicher eine gute Option. Ein Verdienst dieses Empfängers ist es, aufzuzeigen,​ dass auch der Kurzwellenempfang bei einigermassen ungestörter Empfangssituation einmal zum (Hör-) Genuss werden kann.
de/satellit_600.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/15 07:29 von mb