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Decoder für CW (Morse-)Signale und Funkfernschreiben

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überarbeitet am 23.7.2010

Benötigte man in den sechziger Jahren zum Funkfernschreibempfang neben einem leistungsfähigen Kurzwellenempfänger einen FSK-Konverter, an dem ein lautstark ratternder elektrischer Funkfernschreiber angeschlossen wurde, so kam in den achziger Jahren Decoder auf den Markt, die den decodierten Text einer Funkfernschreibaussendung auf einem Monitor oder einem einfacher Fernseher sichtbar machen konnten.

Eine Empfangsanlage zum Funkfernschreibempfang setzt sich somit aus einem SSB-tauglichen Kurzwellenempfänger mit ausreichender Stabilität, einem Decoder und einem Monitor, evtl. einem Drucker zum Ausdruck der empfangenen Nachricht, zusammen. Die elektronischen Decoder sind nebenher noch in der Lage, CW- / Morsesignale zu decodieren.

Neben der Decodierung von Aussendungen im Morsecode (CW-Aussendungen) wird am häufigsten der Baudot-Code (CCITT Nr. 2) eingesetzt. Bei diesem Zweitonverfahren (Signal "1" resp. "Mark" und Signal "0" resp. "Space") muss zur Decodierung die Geschwindigkeit in Baud (Bit/sec.), der Frequenzhub (Abstand zwischen den beiden Tönen, bezeichnet als Shift, üblicherweise 170, 525 oder 850 Hz) und die korrekte Phasenlage (entspricht das frequenzmässig tiefere Signal "Mark" oder "Space") am Decoder eingestellt werden.

Nur selten wurden auf Kurzwelle ASCII-Aussendungen eingesetzt, der ASCII-Code umfasst Buchstaben in Gross- und Kleinschreibung, Zahlen und einige Sonderzeichen, und ist vor allem vom Einsatz in der elektronischen Datenverarbeitung / -übertragung her bekannt.

Weiterentwicklungen zum üblichen Baudot-Verfahren waren die ARQ-Verfahren, nach jeweils 7 Impulsen sendete die empfangende Station dem Sender ein Quittungszeichen zurück, das die korrekte Übermittlung signalisiert. Beim SITOR-Verfahren wird das Quittungszeichen erst nach Übermittlung eines Dreierblocks von Zeichen erwartet, was die Übertragungsgeschwindigkeit bei gleichbleibender Zuverlässigkeit deutlich erhöht, im Amateurbereich wird als Entsprechung AMTOR ("Amateur Microprocessor Teleprinter Over Radio") eingesetzt.
Technisch unterscheidet sich das FEC ("Forward Error Correction") - Verfahren deutlich. Hierbei werden Zeichen zweimal ausgesendet und ein Prüfbit erlaubt die Fehlerkorrektur, ohne dass ein Rückmeldung zur aussendenden Station und somit eine Zweiwegkommunikation / Duplexverbindung notwendig würde. FEC-COL - Aussendungen richten sich "an alle", FEC-SEL richtet sich an eine mit einem Selektivrufsystem ausgerüstete Gegenstation.

Waren in den achziger Jahren noch eine Grosszahl von Presseagenturen mit Funkfernschreibaussendungen aufzunehmen, machen heute Funkamateure und Rapporte von Wetterfunkdiensten den Grossteil der Funkfernschreibaussendungen aus. Der Versand von Textnachrichten im kommerziellen Kurzwellenverkehr wurde nach Etablierung von Email und SMS-Verkehr nahezu obsolet.