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Hammarlund Mfg. Co., New York / Mars Hill NC

Comet Pro

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Comet Pro
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überarbeitet am 21.3.2011

Im Jahre 1931 brachte Hammarlung mit dem Modell "Comet" einen der ersten Superhet - Kommunikationsempfänger heraus.
Im Jahre 1932 erschien die verbesserte Version "Comet Pro", dieses Gerrät wurde in verschiedenen Varianten bis 1935 gebaut.
Abgelöst wurde der "Comet Pro" vom "Super Pro", der erste Prototyp war 1935 bereit, das Modell wurde ab 1936 abgeliefert, der SP-10 war der Urahn einer langen Reihe von Kurzwellenempfängern.

Einfachsuper, ZF 465 kHz

Analoganzeige ohne Frequenzeichung, Bandspreizskala

AM, CW mit BFO

1,2 - 2,6 / 2,5- 5,4 / 4,9 - 10,7 / 9,7 - 20 MHz
optional 545 - 1200 kHz und 18,75 - 37,5 MHz

Empfindlichkeit

Selektivität

Steckspulen, IF-Gain, Bandspreizung, Crystal Phasing - Notchfilter

Das Tischgerät wird typischerweise mit 115 V betrieben, es verfügt über einen aufklappbaren Deckel, der Zugang zum Chassis zum Röhrenwechsel gewährt.

In der Mitte der Frontplatte findet sich hinter einem kleinen Skalenfenster die vertikal verlaufende Feintriebskala, der Knopf gleich darunter ist der Feinabstimmknopf.
Der rechte kleinere Abstimmknopf bedient die Frequenzskala hinter dem rechten halbrunden Skalenfenster "W.L." (Wave Length), der linke kleine Abstimmknopf verschiebt die Oszillatorfrequenz "OSC" (Oscillator Tuning Control), die Stellung wird an der linken Halbrundskala angezeigt, In der Regel sollen beide Regler etwa in derselben Skalenposition stehen.
Der Schalter für den BFO findet sich gleich unterhalb des Hauptabstimmknopfs unten in der Mitte der Frontplatte, die BFO-Frequenz kann mit einem Hebel im Innern des Geräts verstellt werden.

Der linke Drehregler schräg unterhalb des Hautabstimmknopfs dient als Lautstärkeregler, der rechte Drehregler rechts schräg des Hauptabstimmknopfs als Regler für HF-Verstärkung (R.F. Gain). Erst in den späteren Versionen kam der Schalter für die automatische Verstärkungsregelung A.V.C. dazu.
Mit dem Schalter in der rechten oberen Frontplattenseite wird das Quarzfilter aktiviert, dies kann dazu eingesetzt werden, ein störendes Signal auszu"notchen".

Der Empfänger verfügt über die Frequenzbereiche 1,2 - 2,6 (DD) / 2,5- 5,4 (CC) / 4,9 - 10,7 (BB) und 9,7 - 20 MHz (AA-Spulen), welche durch Steckspulen gewählt werden, optional waren Spulen für die Bereiche 545 - 1200 kHz (EE) und 18,75 - 37,5 MHz (XX) lieferbar. Die Hauptabstimmskala des 1932 in seinem Konzept entwickelten Empfängers ist lediglich mit einer 0 - 100 Einteilung versehen, in Frequenzen geeichte Skalen wurden erst Jahre später üblich.

Das Signal gelangt von der Antenne ohne vorgängige Verstärkung direkt auf die Mischstufe (57), mit dem Oszillatorsignal (58) wird auf die Zwischenfrequenz von 465 kHz umgesetzt. Nach zwei ZF-Verstärkerstufen (58, 58) gelangt das Signal auf den Detektor (57), hier wird auch das Signal des Beat Frequency Oscillators (BFO; 58) zum CW-Empfang eingespeist.
Als Ausgangsverstärker dient eine 2A5, hier wirkt auch die erst in der 5.Version des "Comet Pro" eingeführte AVC (2B7). Über einen Ausgangsübertrager gelangt das Audiosignal zur Buchse für den hochohmigen Lautsprecher resp. Kopfhörer.
Das Gerät wird mit 110 Volt Wechselstrom, wie im amerikanischen Lichtnetz üblich, betrieben, zur Gleichrichtung dient eine Röhre 80.

Eine Schwachstelle des Empfängers war die fehlende H.F.-Vorstufe und die hohe Empfindlichkeit auf Auftreten von Spiegelfrequenzen 930 kHz unterhalb des gewünschten Signals (vor allem auf hohen Frequenzen); das Grosssignalverhalten konnte teils mit einem als Zubehör erhältlichen externen Preselektor verbessert werden.

© Martin Bösch 21.3.2011

weitere Lektüre:
d: Comet Pro in www.radiomuseum.org
e: Moore, S.: Communication Receivers