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Japan Radio Company Ltd., Tokyo

NRD - 1107D

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überarbeitet am 25.7.2010

Der NRD-1107D ist ein einfach zubedienender professionell aufgebauter Seefunkempfänger, der ganz auf die Bedürfnisse des Funkverkehrs mit Stationen auf Fixfrequenzen zugeschnitten ist.

Doppelsuper

Digitalanzeige auf 100 Hz genau,
Seefunkbereiche 1,6 - 25,9 MHz.

AM, CW, SSB (BFO)

Empfindlichkeit

Selektivität

RF-Gain, Antennenabstimmung

Der NRD-1107D ist ein als 19-Zoll - Einschub professionell aufgebauter einfacher Empfänger für die Seefunkbereiche. Original wird er wahrscheinlich mit 110V Wechselstrom betrieben, mein Gerät ist auf 230 V AC eingerichtet.

Die Frontplatte ist - wie bei JRC üblich - geradlinig ausgelegt.
Der Hauptschalter ist mit dem Laustärkeregler (AF GAIN) kombiniert, links davon liegt der RF-Gain Regler, wenn die AGC abgeschaltet ist, wird damit die HF-Verstärkung manuell geregelt.
Rechts neben dem Lautstärkeregler finden sich noch der BFO-Knopf für den Einseitenband- und CW- Empfang und ein Antennentrimmer.
Drucktasten links oben auf der Frontplatte wählen die Betriebsart, A3J zum Einseitenbandempfang, A1 zum CW-Empfang der Morseaussendungen und A3A zum normalen AM-Empfang.
Mit dem Drehschalter "BAND" rechts davon werden die Seefunkbereiche in 1 MHz breiten Bändern gewählt, die Unterteilung in den tieffrequenten Bereichen 1,6 - 2 / 2-3 / 3-4 MHz wird ebenfalls mit Drucktasten geschaltet. Eine Position des Bandschalters aktiviert den Fixfrequenzempfang der internationalen Seenotfrequenz von 2182 kHz, der kleine NRD wird wohl oft als Zweitempfänger zur Dauerbeobachtung dieser Frequenz eingesetzt worden sein.

Aufgrund der verfügbaren Frequenzbereiche versteht sich sofort, dass der NRD-1107D vorwiegend zum Einsatz im maritimen Bereich gebaut wurde, die meisten Rundfunkbänder und die Amateurfunkbereiche lassen sich nicht abstimmen.
Die Stellung des Bandschalters wirkt auf die rote LED-Anzeige der MHz- Stelle der Empfangsfrequenz, die 100 kHz, 10 KHz, 1 kHz und 100 Hz - Stellen werden mit dekadischen Drehknöpfen eingestellt.
Dieses Empfängerkonzept findet sich ähnlich unter anderem beim Rohde & Schwarz EK 047, im professionellen Bereich mit Empfang von Stationen auf festen Frequenzen wird der Suchempfang mittels VFO - Drehknopf bei Geräten, welche nicht zu Frequenzüberwachungs- Zwecken eingesetzt werden, nur selten benötigt.

Ein eingebauter Lautsprecher ist beim NRD-1107D nicht vorhanden, mit einem Multipolstecker auf der Rückseite ist das NF-Signal herausgeführt, daneben findet sich auf der Geräterückseite nur noch ein SO-239 Antennenstecker und ein Erdanschluss.

Aus dem oben ausgeführten erklärt sich die Bedienung fast von selbst. Mit dem AF-Gain Gerät einschalten, AGC-Regelung auf ON, zum Empfang der deutschen Welle Betriebsartenschalter auf A3A, Bandschalter auf 6, mit den Knöpfen unter den Ziffern auf 6 0 7 5.0 einstellen und schon ertönt die Deutsche Welle. Wer RAF Volmet auf 4722 kHz versuchen will, stellt die Betriebsart auf A3J, Band auf 4, die Frequenzwahlknöpfe auf 4 7 2 2 und los geht's.

Für den Kurzwellenfreund hat das Gerät einige Einschränkungen, welche die Eignung als Hobbyempfänger in Frage stellen: Hauptproblem ist die Abdeckung alleine der Seefunkbereiche, der Tropenbandhörer kommt mit den verhandenen Bereichen allerdings schon auf seine Rechnung. Das Fehlen einer VFO-Abstimmung zum Suchempfang und die fehlenden Speichermöglichkeiten sind weitere Schwachpunkte, Mittel zur Signalnachbearbeitung fehlen, dann wäre aber die Liste bald schon am Ende - die Ablesegenauigkeit und Frequenzstabilität und die Nutzempfindlichkeit wie auch die Grosssignalfestigkeit sind wie bei allen Geräten von JRC mehr als nur zufriedenstellend.

 

© Martin Bösch 9.9.2006