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überarbeitet am 27.8.2010

Das auf der Frequenz 6 0 7 5 einfallende Signal kommt in Mitteleuropa vom Europadienst der "Deutschen Welle".

Es kann fast so gut tönen, wie das erste UKW-Radioprogramm, oder auch krächzend oder muffelnd kaum identifizierbar sein. In diesen Fällen ist wohl die Betriebsart falsch gewählt.

  • AM (Amplitudenmodulation): von Rundfunksendern wird ein Trägersignal und die Toninformation in zwei Seitenbändern ausgestrahlt, die Abstimmung ist recht unkritisch.
  • USB / LSB (Upper side band / Lower side band): Amateurfunk- und kommerzielle Sprach - Kommunikation wird meist im Einseitenband (SSB)-Verfahren ausgestrahlt.
    Hierbei wird nur ein Seitenband mit der Sprachinformation ausgestrahlt und die Hochfrequenzleistung wirtschaftlich eingesetzt. Das Trägersignal wird im Empfänger dazugemischt. Indem der Empfang nicht vom "Durchkommen" des Trägersignals abhängt, können oft sehr schwache Stationen noch hörbar gemacht werden.
    Die Abstimmung muss hier sehr fein erfolgen, ansonsten bekommt der Sprecher eine Bass- oder Mickey Mouse-Stimme und die Musik tönt bei falschen Tonhöhen völlig falsch. Bei zu grosser Schrittweite und raschem Durchkurbeln ergibt sich der sogenannte Tonleitereffekt.
  • CW: "Morse-Signale" bei denen nur das Trägersignal ein- und ausgeschaltet wird, werden ebenfalls erst mit Zumischen eines Trägersignals im Empfänger hörbar, mit der feinen Frequenzabstimmung wird die Tonhöhe verändert, bei zu schnellen Drehen macht's nur "pfüüüiiit...". Einige Empfänger haben eine spezielle Stellung zum Empfang von CW-Signalen, bei anderen muss SSB gewählt werden.
  • FM: die Frequenzmodulation wird im obersten Bereich des Kurzwellenspektrums beispielsweise von CB-Funkern eingesetzt, aber auch im UKW-Band wird mit Frequenzmodulation gearbeitet. Professionelle Kommunikationsmpefänger bieten unter FM nur den Empfang von frequenzmodulierten Kurzwellenstationen an, bei Reiseempfängern verbirgt sich sich unter FM teils der UKW-Frequenzbereich von 87,5 - 108 MHz, der Empfänger kann damit als "Küchenradio" eingesetzt werden.
  • RTTY / FAX: bei gewissen Empfängern wird mit diesen Betriebsarten SSB mit spezieller Filterbreite und leichtem Frequenzversatz gewählt, Funkfernschreiben RTTY funktioniert mit anderen Einseitenbandtauglichen Empfängern aber auch im SSB-Modus.
8 Die Betriebsarten werden unterschiedlich eingeschaltet, teils mit einem Drehschalter, teils mit Drucktasten für AM, USB, LSB, CW, FM. Im Display wird die Betriebsart oft mit Leuchtdioden oder mit Buchstaben angezeigt. Die Unart, gewisse Betriebsarten mit einer automatischen Umschaltung der ZF-Filter zu koppeln, soll die Bedienung für ungeübte Hörer erleichtern, unabhängig voneinander schaltbare Betriebsarten und ZF-Filterbandbreiten sind aber zu bevorzugen.
9 Mit einer Taste SYNC oder ECSS wird der Synchrondetektor aktiviert. Von einem empfangenen Kurzwellensignal wird nur die Seitenbandinformation ausgewertet, das stärker von Schwund und Ausbreitungsbedingungen abhängige Trägersignal wird zur Demodulation nicht benötigt, stattdessen wird ein Ersatzträgersignal vom Empfänger bereitgestellt. Dafür, dass es dabei nicht zum Pfeifen, Bass- oder Mickey Mouse- Stimmen kommt, sorgt eine Schaltung, die den internen Träger automatisch in den richtigem Abstand zum Signal bringt. Das Einrasten dieser Schaltung, meist von kurzem Pfeifen begleitet, wird meist mit einer Leuchtanzeige signalisiert.
10 Die unterschiedlich breiten ZF-Filter lassen sich mit einem NARROW-WIDE - Schalter oder mit einem Schalter, der noch mehr verschiedene Bandbreiten anbietet, wählen. Je schmaler ein ZF-Filter, desto besser können Störungen durch der Empfangsfrequenz benachbarte Stationen ausgeblendet werden, dafür wird der Ton umso dumpfer und muffliger, je schmaler das Filter ist.
Zweiter wichtiger Parameter ist die Flankensteilheit, mit günstigeren breitflankigen Filtern können die Störungen nicht so sauber abgeschnitten werden.
Zum AM-Empfang leisten ZF-Filter mit einer Breite von 4 - 6 kHz gute Dienste, zum SSB-Empfang 1,8 - 3 kHz, zum CW-Empfang von Morsezeichen gibt es zu vielen Empfängern gegen Aufpreis speziell schmalbandige Filter von 250 - 500 Hz Breite. Beim NRD-535 wurde auf analogem Weg eine stufenlos regelbare Bandbreite (10a) realisiert, mit der DSP-Technik wird die ZF-Bandbreite auf digitalem Weg reduziert.

Mit diesen Einstellungen sollte die "Deutsche Welle" in guter Ortssenderqualität oder auch mit Mickey-Mouse-Effekt hörbar sein, etwas Ausprobieren schadet nicht.

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