Bandbreitenregelung

 
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überarbeitet am 27.8.2010

Im Kurzwellenbereich liegen die Rundfunkstationen in den Kurzwellenbändern wesentlich näher beeinander, als im UKW-Bereich. Eine im nächsten Kanal 5 kHz neben der Empfangsfrequenz sendende Station kann das Signal star beeinträchtigen, es tritt ein unangenehmer Pfeiton in diesem Beispiel von 5 kHz auf.

Im Empfänger wird aus dem ganzen Frequenzspektrum nur ein ganz schmaler Abschnitt herausgefiltert und demoduliert. Die Aufgabe, nur das Nutzsignal durchzulassen, übernehmen die Bandbreiten- oder ZF-Filter.
In Billigempfängern ist nur ein Billigfilter von recht grosser Breite eingebaut, bei diesen "Weltempfängern" kommt es vor, dass gleich mehrere Stationen gleichzeitig aus dem Lautsprecher dröhnen, vor allem der Empfang eines schwachen Signals aus Peru gleich neben dem starken Sender von Radio Moskau ist so unmöglich.
In hochwertigen Empfängern sind zwei oder mehr ZF-Filter eingebaut, mit einem NARROW / WIDE - Schalter oder einem Bandwidth-Schalter kann das jeweils in der Empfangssituation günstigste Filter ausgewählt werden.

Je schmaler ein ZF-Filter, desto besser können Störungen durch der Empfangsfrequenz benachbarte Stationen ausgeblendet werden, dafür wird der Ton umso dumpfer und muffliger, je schmaler das Filter ist.
Zweiter wichtiger Parameter ist die Flankensteilheit, mit günstigeren breitflankigen Filtern können die Störungen nicht so sauber abgeschnitten werden.

Wichtig ist auch die Wahl der optimalen Bandbreite beim Empfang: Zum AM-Empfang von Rundfunksendern leisten ZF-Filter mit einer Breite von 4 - 6 kHz gute Dienste, zum SSB-Empfang 1,8 - 3 kHz, zum CW-Empfang von Morsezeichen gibt es zu vielen Empfängern gegen Aufpreis speziell schmalbandige Filter von 250 - 500 Hz Breite.
Beim NRD-535 wurde auf analogem Weg eine stufenlos regelbare Bandbreite (BWC) realisiert, mit der DSP-Technik, wie sie sich im NRD-545 findet, wird die ZF-Bandbreite auf digitalem Weg reduziert.