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Nordmende, Bremen

Nordmende Galaxy Mesa 7000

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überarbeitet am 16.9.2010

Das Top-Gerät aus der Galaxy Mesa - Reihe von 1971 wirkt repräsentativ und bringt einiges mit, um in den Kreis der grossen Weltempfänger aufgenommen zu werden. Es musste sich mit dem ebenfalls zu Beginn der siebziger Jahre erschienen Grundig Satellit 1000 messen.

Einfachsuper, 460 kHz

Analoganzeige

AM, FM(UKW)

LW, MW, gespreizte KW-Bänder 80/61/59/49/41/31/25/20/19/16/13 m

Selektivität -6 dB

Sensitivität

S-Meter

Der Nordmende Galaxy Mesa 7000 deckt als grosser Kofferempfänger die wichtigsten Kurzwellenbänder ab. Der 5,5 kg schwere Empfänger kann zwar an einem kräftigen Tragegriff mitgeschleppt werden, mit seinen 47x26x11,5 cm ist er auf Ferienreisen doch sehr voluminös und residiert lieber auf einem aufgeräumten Schreibtisch.

Beim Galaxy Mesa 7000 finden sich die wichtigsten Bedienelemente auf der Frontplatte, auf der Geräterückseite liegt das Batterie- und Netzkabelfach.
Links liegt der Lautsprecher, zur rechten die grossen Frequenzskalen, die Frequenzbereiche werden ähnlich wie beim Nordmende Globemanager mit Tasten neben der Skalen geschaltet. Zur Rechten zeigt zuoberst das S-Meter die relative Feldstärke und ggf. Batteriespannung an, es ist leider nicht in S-Stufen geeicht. Es folgt der Abstimmknopf für Lang-, Mittelwelle und (Tropenband-) Kurzwellenbereich. Der Knopf darunter mit der ausklappbaren Klappe schaltet in der Stellung BANDS die verschiedenen gespreizten Kurzwellenbereiche (im Gegensatz zu Grundig verwendet Nordmende hier keinen Trommeltuner, sondern ein komplexes Umschaltaggregat), die Abstimmung erfolgt mit dem äusseren Ring des Abstimmknopfs. Die Trommelskala weist grobe Markierungen auf, die es erlauben, sich im entsprechenden Band zurechtzufinden. Eine auf der Trommel aufgedruckte rote dreieckförmige Markierung zeigt an, in welchem Kurzwellenband man abstimmt, ähnlich nahm es Nordmende beim Globemanager vorweg. Der unterste Abstimmknopf stimmt im UKW-Bereich ab.
In der untersten Reihe der Bedienelemente liegen neben dem Hauptschalter die Schiebepotis für Lautstärke, Höhen- und Bassregelung und die Drucktasten für PU/Verstärkerbetrieb, Skalenbeleuchtung und das schmale/breite ZF-Filter.

In der Bedienung ist der Galaxy Mesa 7000 für den Anwender unproblematisch: einschalten, Lautstärke aufregeln, mit der Taste Bands die Kurzwellenbereichsschaltung wählen, auf das 49m-Rundfunkband schalten, die rote dreieckförmige Markierung zeigt dann auf 49M. Im 49 m-Band irgendwo zwischen den Markierungen für 6.05 und 6.1 die deutsche Welle auf 6075 kHz aufsuchen, der Tonfall des Nachrichtensprechers lässt nicht lange suchen.
Einige "Goodies" fehlen, beim Galaxy Mesa 700 fehlt eine digitale Frequenzanzeige, der Empfänger ist zwischen den Bändern nicht durchstimmbar und lässt somit den Empfang von Ausserbandstationen nicht zu, zum Empfang von Einseitenbandaussendungen von Funkamateuren und Funkdiensten fehlt auch der BFO.

Zusammenfassend ist der Galaxy Mesa 7000 ein repräsentativer Weltempfänger, klar auf die Bedürfnisse eines Programmhörers zugeschnitten, der die internationalen Stationen in guter Qualität aus dem Lautsprecher bringt. Mit den modernen top-of-the-range-Kurzwellenempfängern kann der Galaxy Mesa 7000 heute bei weitem nicht mehr mithalten, darf aber als Zweitempfänger oder auch Sammlergerät seinen Platz bei vielen Kurzwellenfreunden behalten.

© Martin Bösch 12.12.2004