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Nordmende, Bremen

Nordmende Globetrotter TN6001

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überarbeitet am 16.9.2010

Die Variante des "Globetrotter TN6001" wurde in den Jahren 69/70 vertrieben das Gerät ist an viereckigen Bandbereichtasten erkennbar, erstmals steht die Typenbezeichnung auf der Frontplatte und das Gerät verfügt über eine in Frequenzen geeichte Bandspreizskala.

Einfachsuper, 460 kHz

Analoganzeige

AM, FM(UKW)

LW, MW, KW 11 Kurzwellenbänder, gespreizt
80/61/59/49/41/31/25/19/16/13/11 m

Selektivität -6 dB
3,2 kHz

Sensitivität
MW 6 uV, LW 12 uV, KW 1,2 - 9 uV

S-Meter

Beim Nordmende Globetrotter TN6001 handelt es sich um einen Einfachsuper, der neben dem Lang- und Mittelwellenband und UKW über 11 gespreizte Kurzwellenbänder verfügt. Das Gerät verfügt über eine Analoganzeige, die Bandspreizskala ist bei dieser Variante erstmals mit Frequenzmarken versehen und erlaubt eine einfachere Einstellung einer gewünschten Empfangsfrequenz.

Nordmende Globetrotter TN6001

Der Globetrotter TN6001 ist ein 31 x 21 x 10,5 cm messender Kofferempfänger.
Die Bedienelemente und Skalen finden sich an der Oberseite des Empfängers, der grosse Lautsprecher in der Gerätefront.
Diese späte Version des "Globetrotters" verfügt über rechteckige Bandtasten, die im Sichtfensterchen erkennbaren Bandspreizskalen erlauben die direkte Frequenzbestimmung im eingestellten Kurzwellenbereich.

Auf der Frontplatte finden sich links unterhalb der Teleskopantenne der mit dem Einschalter kombinierte Lautstärkerregler und die Drehregler für Höhen und Bässe, auf Knopfdruck wird die Skalenbeleuchtung aktiviert resp. im Instrument die Batteriestärke angezeigt..
Sieben quadratische Drucktasten oberhalb der Skala schalten (von links) die AFC (automatische Frequenzkorrektur im UW-Betrieb), das schmale und breite ZF- Bandfilter in den AM-Bereichen, den UKW- , Seefunk- resp. Grenzwellenbereich (mit S bezeichnet), die Mittel- und die Langwelle.
Von den Abstimmknöpfen stimmt der obere den UKW- und die SML-Bereiche ab, das gewünschte gespreizte Kurzwellenband wird mit dem unteren Knopf geschaltet und mit dem Aussenring die Abstimmung betätigt.

An der Unterseite findet sich das Fach für 5 UM-1 Batterien, über ein Anschlussfeld an der rechten Schmalseite des Geräts kann ein 7,5 V-Netzteil angeschlossen werden. Im Gegensatz zu den älteren "Globetrotter"-Modellen verfügt der TN6001 über ein umschaltbares 110/220 V - Netzteil, das Netzkanel wird ebenfalls am Anschlussfeld eingesteckt. Hier finden sich auch eine externe Antennen- / Erdbuchse und eine DIN-Audiobuchse.

Der praktische Betrieb ist unkompliziert: am Lautstärkeregler einschalten, mit der Taste BANDS die gespreizten KW-Bereiche anwählen, mit dem inneren Knebel des unteren Knopfes drehen, bis der Bereich des 49m-Bandes im Skalenfenster des Trommeltuners sichtbar wird, um dann an entsprechender Stelle zwischen den 6,0 und 6,1 (MHz) Markierungen die deutsche Welle auf 6075 kHz zu lokalisieren.

Auch der Nordmende Globetrotter TN6001 - Ende der sechziger Jahre noch ein erstzunehmender Reiseempfänger - gilt für mich heute nur noch als Liebhaber- oder Sammlergerät. Mit ihm kann problemlos das lokale UKW-Programm oder auch einmal ein Fussballspiel auf der Mittelwelle verfolgt werden, die Jagd nach den stärkeren Signalen der internationalen Auslandsdienste innerhalb der Kurzwellenbänder macht Spass. An ein ernsthaftes Dxing ist aufgrund der ungenügenden Frequenzablesegenauigkeit nicht zu denken, ebenso bleibt der Empfang von Aussendungen von Funkamateuren oder gar RTTY - Funkdiensten aussen vor.

© Martin Bösch 17.5.2008