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Panasonic / National Panasonic,
Matsushita Electric Industrial Co. Ltd., Osaka

RF - B50 L

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überarbeitet am 16.9.2010

Gleichzeitig oder etwas im Nachgang zu Sony's ICF-7600A und dem Toshiba RP-F11L kam Panasonic 1984 mit dem Doppelsuper RF-B50 auf den Markt. Ähnlich wie bei den oben erwähnten analogen Weltempfängern können die relevanten Kurzwellenbänder auf einer gespreizten Skala mit einer Genauigkeit von ca. 25 kHz eingestellt werden, eine kleine rote LED glimmt bei einem empfangswürdigen Sender, das Gerät unterscheidet sich zur Konkurrenz durch die Auswahl von zwei ZF-Bandbreiten.

Doppelsuper, 11850 / 450 kHz,

Analoganzeige,

AM, FM - UKW

UKW, LW, MW, KW 49 - 13 mb

Selektivität -6 dB/ -60 dB
schmal 3.3/9.8 breit 6/20 kHz

Sensitivität 7 MHz 4,3 uV

Tuning LED, Abschwächer

Bei Panasonic's RF-B50L handelt es sich um ein Reiseradio, der Doppelsuper hat mit 185 x 112 x 35 mm noch Taschenbuchabmessungen und bringt 530 g auf die Waage.
Die internationale Version RF-B50 deckt neben UKW und MW einen Tropenbandbereich von 120 - 60 m (hier nur Einfachsuperschaltung), die Europaversion RF-B50L UKW, MW, LW und beide die sieben gespreizten Kurzwellenbänder 49 - 13 m in Doppelsuperschaltung.

Das silbrig gespritzte Kunststoffgehäuse und die roten Zierstreifen zu beiden Seiten der Skala verleihen dem Gerät ein elegantes Ässeres.
Hinter dem Lautsprechergrill auf der linken Seite der Frontplatte verbirgt sich der 7 cm durchmessende Lautsprecher.
Rechts findet sich zuoberst eine kleine rote LED als Senderstärkeindikator, darunter die Bereichstasten für UKW, MW, LW und die Kurzwellenbereiche, jeweils mit einer LED zur Markierung. Der Hauptschalter zuunterst ist als versenkter Schiebeschalter ausgeführt und verhindert das unvorgesehene Einschalten im Reisegepäck.
Die Mitte der Frontplatte nehmen oben die recht übersichtlichen Analogskalen für die gespreizten Kurzwellenbänder. Der aktive Bereich wird durch eine kleine rote Markierung angezeigt, ein Schiebeschalter gleich darunter dient zur Wahl des Kurzwellenbands, daneben liegt der Schalter für die beiden ZF-Bandbreiten. Zuunterst finden sich die Schieberegler für Tonblende und Lautstärke.

An der rechten Schmalseite des Geräts liegt der Abstimmknpf, im Gegensatz zu aktuellen Billigradios aus dem Kaffeegeschäft ist die Abstimmung präzis und spielfrei. Auf der linken Schmalseite finden sich die Buchsen für Ohrhörer und zum Anschluss eines center-negativen 6V-Netzteils. Im Gegensatz zur deutschen Version verfügt das mir vorliegende Europamodell an der Geräterückseite über Antennenanschlüsse, offenbar gab es spezielle Anschlussstecker.

Ähnlich wie die analogen Sony-Empfänger ist auch der RF-B50 völlig unproblematisch in der Bedienung. Der Hauptschalter auf ON, die Taste SW gedrückt, den Schiebeschalter BAND SELECTOR in Position 1 und im 49 m-Band kann irgendwo zwischen den Marken 6.05 und 6.10 die deutsche Welle auf 6075 kHz gesucht werden. Bei Auftreten von pfeifenden Nachbarkanalstörungen empfiehlt sich der Wechsel aufs schmale Filter, das war's dann auch schon...

Die nutzbare Empfindlichkeit des Geräts ist gut, die Trennschärfe vor allem mit dem schmalen ZF-Filter überdurchschnittlich. Durch die Doppelsuperschaltung sind Empfänge von Spiegelfrequenzen, Geisterstationen 900 kHz unter der eingstellten Frequenz, nicht häufig.
Der Klang ist recht ausgewogen, vor allem fehlt das bei älteren resp. günstigen PLL-Synthesizerempfängern störende Rauschen der Digitalschaltung.
Das Fehlen einer digitalen Frequenzanzeige, gar der direkten Frequenzeingabe oder von Senderspeichern machen den RF-B50 heute eher zu einem Sammlergerät, auf Reisen leistet er zum Empfang der heimatlichen Kurzwellenprogramme bei recht geringem Batterieverbrauch noch gute Dienste.

weitere Lektüre:
d: National Panasonic RF-B50 - Mitläufer, wwh 8 / 1984

© Martin Bösch 25.3.2005