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überarbeitet am 4.5.2011

Konkurrierende Entwicklergruppen aus AEG und Siemens Halske schlossen sich 1903 zur "Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH" zusammen, der späteren Telefunken. Telefunken machte sich einen Namen mit Errichtung der Sendestation von Norddeich Radio 1905 und Nauen 1906. Weniger als durch eigene Gerätefertigung schrieb Telefunken als Marke Geschichte, neben Sendeanlagen brachte man Radios für Heimbedarf sowie Schallplatten und entsprechende Abspielgeräte auf den Markt. Bereits 1928 konnte Telefunken eine auf mechanischer Abtastung basierende Fernsehanlage vorstellen und rüstete 1938 das erste elektronische Fernsehstudio aus. Auch kommerzielle Abhörempfänger, Equipment für maritime und Luftverkehrskommunikation und militärische Telekommunikationsanlagen führten zum Aufstieg von Telefunken bei. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden die verbliebenen Produktionsstätten grossteils demontiert.

Bereits 1945 nahm Telefunken in Berlin die eigene Empfängerproduktion zunächst mit "Notgeräten" wieder auf. Neben Heimradios wurde des Spektrum der Telefunkengeräte bald wieder auf kommerzielle Sender und Empfänger, Fernsehtechnik und Tonaufzeichnungsgeräte erweitert.
Zahlreiche kommerzielle Empfänger verhalfen Telefunken im Seefunkbereich und in der militärischen Kommunikation einen guten Namen. Zum anderen hatte Telefunken auch eine enorme Auswahl an Heimelektronikgeräten im Angebot.

1979 erfolgte die Umbenennung in AEG - Telefunken Aktiengesellschaft, der zersplitterte Konzern musste 1982 in ein Nachlassverfahren eintreten. Telefunken konnte sich wieder fangen und produzierte zivile und militärische Kommunikationssysteme. Finanziell übernahm die französische Thomson CSF den Konzern, nach Zusammengehen mit DASA (Deutsche Aerospace) resp. Daimler Benz firmiert der Hersteller kommerzieller Kommunikationstechnologie heute als Telefunken RACOM.

Ich gehe hier nur auf die bekanntesten Kurzwellenepfänger von Telefunken an, bzgl. weiteren Informationen über Wehrmachtsgeräte und militärisches Equipment muss ich auf andere Quellen verweisen.

Kw E a ("Anton"):(1938)
Einfachsuper, ZF 250,9 kHz
0,98 - 10,2 MHz; AM, CW
E 52 ("Köln"):(1941 - 1945)
Einfachsuper, ZF 1 MHz
1,48 - 25,2 MHz; AM, CW; Grobskala, Feinskala mit Projektion auf Mattglasscheibe
E 103: (1951) Doppelsuper, ZF 950 / 70 kHz,
103 kHz - 30,4 MHz; AM, SSB (BFO)
E 104: (1954 - 1958) Doppelsuper,
1,1 - 30,1 MHz; AM, SSB (BFO)
E 108: (1957) Doppelsuper,
10 - 1800 kHz VLF - MW; AM, SSB (BFO) Bedienungsanleitung E108
E 127 /KW4: (1958 - 1964) Einfachsuper, ZF 525 kHz,
1,5 - 30 MHz; AM, SSB (BFO); Variante KW/4 zivil
E 127/KW5: (1958 - 1964) Einfachsuper, ZF 525 kHz,
1,5 - 30 MHz; AM, SSB (BFO); Variante KW/5 militärisch, mit Schutzgitter
 
E 639 AW / ELK 639: (1969 - 1970) Einfachsuper,
9,8-570 kHz, 0,25 - 30 MHz; AM, SSB (BFO)
Telefunken E639 AW
E 724: (1966 - 1968) Einfachsuper, ZF 525 kHz,
1,5 - 30 MHz; AM, USB/LSB, CW
 
E 863: (197x) Einfachsuper, ZF 525 kHz,
1,5 - 30 MHz; AM, USB/LSB, CW; Digitalanzeige m. Nixieröhren 0,1 kHz, Lock in 100 Hz - Schritten
E 1200: (197x) Doppelsuper,
1,5 - 30 MHz; AM, SSB (BFO); Digitalanzeige 10 Hz, opt. Frequenzspeicher FS1200
E 1500: (198x) Doppelsuper, ZF 42,2 7 0,2 MHz,
10 - 30000 kHz; AM, CW, USB/LSB; Digitalanzeige 10 Hz
E 1501: (198x) Doppelsuper, ZF 42,2 7 0,2 MHz,
10 - 30000 kHz; AM, CW, USB/LSB; Digitalanzeige 10 Hz
E 1700: (198x) Doppelsuper,
10 - 30000 kHz; AM, CW, USB/LSB; Digitalanzeige 10 Hz
 
E 1800: (1987-1992) Doppelsuper,
10 - 30000 kHz; AM, CW, USB/LSB; Digitalanzeige 10 Hz
 
E 1800 A: (1993-1998) Doppelsuper,
0,3 - 30000 kHz; AM, CW, USB/LSB; Digitalanzeige 1 Hz
 
E 2000 LH1: (1995-1998) Doppelsuper,
0,3 - 30000 kHz; AM, CW, USB/LSB; Digitalanzeige 1 Hz, ohne Bedienungselemente, reine PC-Steuerung