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Pan Crusader 8000: Testbericht © weltweit hören 9 / 1988

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überarbeitet am 22.10.2010

Double conversion,

Digital display, 1 kHz

AM, SSB(BFO), FM-narrow, FM-wide

150 kHz - 512 MHz - set made for export only!

Selectivity -6 dB/ -50 dB

Sensitivity

20 memories, frequency entry keypad, scanning functions

clock, timer

Er ist sicherlich kein Unbekannter mehr, der Crusader, den viele Kurzwellenhörer als erstes Gerät erwarben und den sie heute noch als Zweitgerät benutzen, auch wenn sie sich inzwischen einen größeren Stationsempfänger zugelegt haben.
Für einen Test im praktischen, täglichen Gebrauch hatten wir von dem Händler FELLECS-Nachrichtentechnik in Hamburg ein Gerät der neuesten auf dem Markt befindlichen Version erhalten.

Nachdem die für die Stützung des Speichers erforderlichen Batterien eingelegt sind und eine 12 Volt Gleichstromversorgung angeschlossen ist, kann das Gerät in Betrieb genommen werden. Genauso gut kann aber auch durch Einlegen von 6 Batterien des Typs UM-2 das Gerät ohne Netzversorgung betrieben werden. Zunächst muß der Antennenwahlschalter auf die zu verwendende Antenne eingestellt werden man hat die Wahl zwischen den vorhandenen Teleskopantennen, je eine für FM- und AM-Empfang und einer Außenantenne, wobei unverständlicherweise bei der von uns getesteten postfrommen FTZ-Version der Anschluß für die Außenantenne fehlte. Danach ist noch der Abschwächer (Ant Att) und die Betriebssperre (Lock) auszuschalten, Timer und Sleep-Funktion sind ebenfalls auf "off" zu stellen. Erst dann kann das Gerät eingeschaltet werden. Doch so umfangreich ist es nur bei der ersten Inbetriebnahme. Nachdem können diese Schalterstellungen so belassen werden. Wenn dann die gewollte Betriebsart - FM-Weit, FM-Schmal, AM oder SSB/CW - eingestellt ist, man die Schrittweite der Frequenzabstimmung durch die "Step"-Taste festgelegt hat, kann das Radio in Gang gesetzt werden.

Die Frequenz wird dann entweder über die griffigen Zifferntasten eingegeben, wobei nach Eingabe die "EXEC"-Taste gedrückt werden muß, oder unter Zuhilfenahme des mit einer Fingermulde versehenen Tuning-Knopfes eingestellt werden. Die Drehgeschwindigkeit des Knopfes kann durch Druck auf "FAST" 10mal schneller erfolgen als wenn "FAST" nicht gedrückt ist.
Der Sendersuchlauf ist mit dem "Squelch" je nach einfallender Feldstärke regelbar und kann mit automatischem Verweilen oder Stop geschaltet werden, wobei zwischen Scannen zwischen zwei Eckfrequenzen oder über die gespeicherten Kanäle gewählt werden kann. Will man ein SSB- oder CW-Signal empfangen, wird der Tuning-Knopf und der recht gefühlvoll einzustellende BFO benutzt. Die sonstigen Bedienteile betreffen die Zeituhreinstellung, die Sleepfunktion und die Belegung der 19 Speicher. Wenn die mit den Frequenzbereichen 150 bis 26.100 kHz und 87,5 - 107,9 MHz ausgerüstete FTZ-Ausrüstung exportiert werden soll, kann ein Zusatzkonverter mit einem anderen Frequenzbereich nachgerüstet werden.

Von der Optik und der Verarbeitungsqualität her ist an dem Empfänger nichts auszusetzen, die Vielzahl von Funktionen befriedigt auch einen erwartungsvollen Benutzer und lässt auf eine gute Empfangsqualität schließen. Lediglich die Möglichkeit des Stereoempfangs auf UKW wird vermißt, das können auch schon preiswertere Geräte.
Die Empfangsleistung eines derartigen Gerätes läßt sich leider nicht messtechnisch darstellen, sondern kann nur durch Vergleich mit anderen bekannten Empfängern ermittelt werden. Hierbei spielt natürlich auch immer eine subjektive Beurteilung durch die Testperson eine zwar nicht gewollte, aber nicht vermeidbare Rolle. Wir würden CRUSADER 8000 von der Empfangsleistung mit dem SONY ICF 7600 D und dem PHILIPS 2999 in etwa gleichsetzen. Wobei dieser in der NF-Leistung, der Wiedergabe also, besser als der SONY, aber nicht so gut wie der 2999 zu sein scheint. Die Trennschärfe der verwendeten Filter entspricht der mittleren Preisklasse, deren Schaltbarkeit zur Empfangsverbesserung genutzt werden kann. Die Möglichkeit der Signalabschwächung muß ebenfalls fleißig benutzt wurden, wenn man das Gerät besonders beim abendlichen Empfang nicht übersteuern will.

Zusammengefaßt kann der CRUSADER als ein für den Einstieg in den Rundfunkfernempfang durchaus geeignetes Gerät angesehen werden. Wer mit dem Empfang der großen und mittleren Stationen zufrieden ist, hat seine Wahl gut getroffen.

weitere Lektüre:
d: Pan Crusader 8000 - "Für UKW-DXer", addx kurier 18 / 1987

© tth / Werner Kant, wwh 9 / 1988