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de:rd2679

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RD-2679

Messempfänger RD-2679; hergestellt von Autophon AG, Solothurn.

Im Jahr 1937/38 entwickelte Autophon einen Doppelsuper unter der Bezeichnung RD-2679. Das Empfängerkonzept basiert auf dem Allwellenempfänger HRO von National, welcher in der Schweiz in wenigen Exemplaren auch militärisch im Einsatz war. Vom Empfänger wurde eine Kleinserie beschafft, diese war die Grundlage zum Entscheid zur Beschaffung des E39, der als Allwellenempfänger Autophon in der Armee eingeführt wurde.

E37: Messempfänger RD-2679

Technische Daten

Stromversorgung

Dimensionen

  • 675 x 330 x 355 mm, kg

Zubehör

  • Spulenkasten mit 8 Spulensätzen und den entsprechenden Eichkurven
  • Lautsprecher
  • Kopfhörer

E37: Kontrollempfänger RD-2679

Bedienung

Der Messempfänger RD-2679 verfolgt das Konzept des Allwellen-Superhets HRO von National, von diesem Hersteller waren auch der Dreifachdrehkondensator PW-3 und der Abstimmknopf mit dem „Micrometer Dial“. Die Zahlen am Abstimmknopf dienen als Logskala, sie geben nicht direkt die Frequenz an, sondern diese muss anhand der Zahlenanzeige 0 - 500 aus einer auf Millimeterpapier individuell erstellten Eichkurve herausgelesen werden - das gleiche Konzept findet sich beim später in grösseren Zahlen eingeführten E39.

Der Empfänger ist mit zwölf Röhren der „Roten Serie“ ausgestattet. Er arbeitet in den Bereichen No.8 100 - 230 kHz und No.5 500 kHz - 2.68 MHz als Einfachsuper mit einer ZF von 471 kHz und in den Bereichen No.7 230 - 500 kHz (der die ZF von 471 kHz überstreicht) sowie 2.68 - 57 MHz als Doppelsuper mit den zwei ZF 471 und 1600 kHz.

Der Hauptschalter unten links auf der Frontplatte ist mit der Klangblende kombiniert, damit bleibt beim Ausschalten die eingestellte Lautstärke unverändert. Rechts davon ist der Telegraphie-Überlagerer (BFO) angeordnet, daneben der Lautstärkregler, der HF-Verstärkungsregler (HF-Gain) und die Spulenschublade. Die Bandbereichsumschaltung erfolgt wie beim Original-HRO und auch beim E39 durch den Einschub entsprechender Bandbereichsspulen, auch die ZF-Umschaltung wird durch den Spuleneinschub realisiert.

Oberhalb des Spulensatzes findet sich der wuchtige schwarze Drehknopf mit der Mikrometerskala, kleine Zahlen in Sichtfenstern dienen zum Loggen von Stationen. Zum Wiederauffinden muss einfach die entsprechende Zahl eingestellt werden, allerdings muss zur Bestimmung der Frequenz eine Eichskala herangezogen werden, die Autophon für jeden Empfänger auf Millimeterpapier gezeichnet hat.

Links des Abstimmknopfes finden sich die Regler für das Quarzfilter und eine stufenlose Bandbreitenregelung, links davon das als Röhenvoltmeter bezeichnete Signalstärkeninstrument, darunter der Schalter für den automatischen Schwundausgleich, die sogenannte AVC.

Mit dem eingebauten Röhrenvoltmeter kann anhand einer Eichkurve die Stärke eines einfallenden Signals bestimmt werden.

Technisches Prinzip

Blockschema RD2679

Röhrenbestückung

V1 EF5 (HF-Vorstufe); V2 EH2 (Mischstufe); V3 EBC3 (Oszillator); V4 EK2 (1. ZF-Stufe, Hilfsoszillator 1600 kHz); V5 EF5, 2. ZF-Stufe); V6 EBC3, Demodulator, NF-Vorstufe); V7 EL3 (NF-Endröhre); V8 EF6, Schwundausgleichverstärker); V9 EB4 (Diodengleichrichter für Schwundausgleich); V10 EF5 (Röhrenvoltmeter); V11 EF6 (Telegraphieüberlagerer / BFO).
Gl (AZ4, Netzgleichrichter), Stabilisator STV 260/40, Eisenwasserstoffwiderstand H85-255/60 zur Stabilisation der Anodenspannung).

Entwicklung

Der Messempfänger RD-2679 wurde von Autophon in den Jahren 1937/8 entwickelt, es wurde eine Kleinserie gefertigt, welche der KTA zur Erprobung geliefert wurde und Grundlage für den Vertrag zum Bau des Allwellenempfängers E39 war.

Einsatz

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/rd2679.1769023258.txt.gz · Zuletzt geändert: 2026/01/21 20:20 von mb