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Rohde & Schwarz EK 47

Hergestellt von Rohde & Schwarz, München.
Gemeinsam vertrieben mit Siemens als E 401

Der Betriebsempfänger EK 47 wurde 1969 als Nachfolger des ehrwürdigen EK07 auf den Markt gebracht, mit seiner erstmals eingesetzten digitalen Frequenzanzeige mit Nixieröhren und ISB - Möglichkeiten setzte er neue Massstäbe.

Rohde & Schwarz EK 47

Technische Daten

Stromversorgung

Dimensionen

  • 445 x 195 x 460 mm, Gewicht 30 kg

Zubehör


Rohde & Schwarz EK 47

Bedienung

Mit seinen Ausmassen von 44,5 x 19,5 x 46 cm und einem Gewicht von ca. 30 kg ist der Rohde & Schwarz EK 47 wesentlich kompakter als der EK 07 ausgefallen, wenn man ihn an den Traggriffen hebt, ist man erstaunt ob des Gewichts…

Der Empfänger kann mit verschiedenen Netzspannungen von 110 / 120 und 220 / 240 V betrieben werden.

Die Frontplatte mit den zwei robusten Schutzbügeln ist einfach strukturiert:
Links findet sich das Signalstärkeinstrument und der Monitorlautsprecher, darunter in zwei Reihen die wichtigsten Bedienelemente: der Umschalter für das Messinstrument, der Störbegrenzerschalter, der Schalter für die Betriebsart und der Schalter mit den fünf Positionen für die ZF-Bandbreiten, wobei zwei Positionen dem oberen und unteren Seitenband beim SSB-Empfang vorbehalten sind. Die Bestückung ist recht individuell, je nachdem für welchen Besteller und Einsatzzweck das Gerät geliefert wurde - vor dem Kauf eines Gebrauchtgeräts lohnt sich der Check, ob die eingebauten ZF-Filter zum geplanten Einsatzzweck passen. Der dritte Drehschalter schaltet die manuelle Regelung der HF-Verstärkung, die rasche und die langsame AGC-Abfallzeit.

Neben der Kopfhörerbuchse und dem Netzschalter finden sich darunter die Drehregler für die Lautstärke, den BFO zum CW-Empfang und der R.F. Gain - Regler.

Rechts unter der Nixieröhrenfrequenzanzeige finden sich die dekadischen Schalter zur Wahl der Empfangsfrequenz, jeweils ein Knopf für die 10 MHz, 1 MHz, 100 kHz, 10 kHz, 1 KHz und 100 Hz - Stelle und ein Feinregler füe die Frequenzeinstellung mit 10 Hz - Strichmarken, in der Position SYN rastet der Empfänger genau auf der 100 Hz - Frequenz ein.

Aufgrund der Wahl der Abstimmung wird klar, dass der EK 47 besser zum Einsatz auf bekannten Frequenzen als zum Suchempfang innerhalb eines Frequenzbandes geeignet ist, rasche Frequenzwechsel sind allerdings recht unproblematisch - beim EK 07 musste man dafür teilweise etwas mehr kurbeln.

Rohde & Schwarz EK 47 Auf der Geräterückseite findet sich rechts die Netzteileinheit, links die Anschlüsse für die Antenne (50 Ohm, koxial), ein 30 KHz - ZF-Ausgang beispielsweise um einen RTTY - Adapter zu speisen, ein regelbarer 600 Ohm - Line out - Ausgang und ein Lautsprecherausgang.

Die Bedienung ist nach Anschluss von Netz und Antenne unkompliziert: links unten einschalten, Betriebsart (A1 (CW), A3E/J3E (SSB) oder A3B (AM)) und ZF-Filter wählen, Regelung AVC für die AM-Betriebsart auf rasche Regelung t1, sonst auf t2, mit den Drehschaltern rechts die Frequenz einstellen, üblicherweise muss die 10 Hz - Stelle nicht gewählt werden, sondern der Empfänger kann in der Position SYN bleiben, und die Lautstärke regeln - so denn auf der Frequenz die Station hörbar wird.

Als Spezialität kann in der Position TUNE des Betriebsartenschalters die ZF von 30 kHz dem Antennensignal zugemischt werden, bei Fehlabstimmung wird ein Pfeifen hörbar, zur Frequenzbestimmung kann dann auf „Zero beat“ abgestimmt werden.

Sollte die Zeit und Sendefrequenz richtig gewählt sein und die Ausbreitungsbedingungen stimmen, wird mit dem Ek 47 etwas hörbar: die gewünschte Station und guter Qualität, nichts anderes - der Empfänger ist hochstabil, trennscharf und mit dem Auftreten von Spiegelfrequenzen und sonstigen „Geister“stationen muss wie bei Rohde & Schwarz üblich nicht gerechnet werden: man sitzt vor einem professionellen Empfänger.

Der Empfänger glänzt vor allem zum Empfang auf festen Frequenzen, selbstverständlich reicht die Frequenzstabilität zum Einsatz von Funkfernschreibkonvertern und CW-Decodern aus, dazu kann manchmal auch der Einsatz der Frequenzfeinverstimmung notwendig werden. Leider ist die Anzahl auf fixen Kurzwellenfrequenzen sendender Funkdienste (Presseagenturen, etc.) in den letzten Jahren stark zurückgegangem, so dass der Einsatzbereich für den EK 47 enger wird, zum Suchempfang auf den Kurzwellenbändern ist das Gerät nun nicht sonderlich geeignet.

Technisches Prinzip

Technisch durchläuft das Signal zunächst einen Tiefpass für den Bereich unter 150 kHz, ein Bandfilter für die Mittelwellenfrequenzen 150 - 1500 kHz oder einen Hochpass für die Kurzwelle. Eine automatisch geschaltete Preselektion mit Suboktavfiltern war als Option lieferbar.

Zunächst wird das Antennensignal in einem Ringmischer auf 73,03 MHz umgesetzt, diese erste ZF wird dann mit dem Signal des PLL-Synthesizers von 73,04 - 103,03 MHz auf die zweite ZF von 30 kHz umgesetzt. Nach einer ZF-Verstärkerstufe und der Filterbank gelangt das Signal auf einen zweiten ZF-Verstärker, für AM zu einem Diodendemodulator, optional war ein ISB-Demodulator lieferbar. Zur SSB-Demodulation wird ein Produktdetektor eingesetzt.

Bestückung

Das Gerät ist halbleiterbestückt.

Technische Unterlagen

Entwicklung

Weitere Informationen

de/ek47.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/22 18:51 von mb